Beiträge in der Reihenfolge: Links zur Regionalen Presse; DSL- ist da; Kyrill am 18./19.Januar 2007 und danach …; Stolpersteine erinnern an Nazi-Opfer

Regionale Presse

Westfalenpost

Sauerlandkurier

DSL - ist da

Seit  etwa Mitte März 2010  hat die Telekom  mit der Umstellung auf DSL 6000 (je nach Tarif auch bis zu 16000 ) begonnen. Damit endete die mehrere Monate andauernde Warterei. Zuvor wurden mehrere versprochene Umstellungstermine (seit Oktober 2009) nicht eingehalten. Seit der Übergabe der schriftlichen Eingaben der Altenvalberter auf der CeBit in Hannover sind genau 2 Jahre vergangen.

Nach der Umstellung läuft nunmehr alles reibungslos, sowohl bei Alt- als auch Neukunden.

Kyrill am 18./19. Januar 2007 und danach . . .

Kyrill an der Egge

Kyrill bedrohte auch Häuser in Altenvalbert/Oberelspe

Den Jahrhundertsturm „Kyrill“ in der Nacht vom 18. auf den 19. Januar werden die Menschen in Deutschland, insbesondere im ehemals waldreichen Südsauerland nicht vergessen. Zum ersten mal in der Geschichte der Bahn musste der Fernverkehr auf dem gesamten Streckennetz eingestellt werden. Die Autobahn A 45 zwischen Hagen und Siegen wurde ebenfalls auf eine Länge von 75 Kilometern gesperrt.

Harvester an der Egge/Altenvalbert

Die größten Schäden entstanden in NRW, hier insbesondere im Sauer- und Siegerland, wo mit 12 Mio. Kubikmetern Bruchholz oder 25 Mio. Bäumen ca. die Hälfte des Verlustes in Deutschland auftrat. Die Menge des Sturmholzes alleine in Südwestfalen entsprach rd. 450.000 LKW – Ladungen. Der Bundesfinanzminister bezifferte den Gesamtschaden auf 4,3 Milliarden Euro, wovon 70 % (= rd. 3,0 Mrd. Euro) im Sauerland und Kreis Siegen – Wittgenstein angefallen sind.

Harter Arbeitseinsatz nahe der SGV-Hütte/Altenvalbert

Nach dem Stand von Oktober 2007 sind im Kreis Olpe von den Sturmschäden in Höhe von 1.978.000 Festmetern insgesamt 1.173.225 Festmeter (= 59,3 %) aufgearbeitet und 995.788 Festmeter (= 50,3 %) abtransportiert worden. Jetzt, da das Sturmholz weitgehend aufgearbeitet ist, stehen die teilweise in Existenznot gratenen Waldbauern vor der nächsten Herausforderung -nämlich der Wiederaufforstung.

Blick auf den "kahlen" Eggekopf

Forstwirtschaftlich wäre es wünschenswert, mehr auf den widerstandsfähigeren Mischwald zu setzen, allerdings fallen dabei die Erträge viel später an, als bei einer Fichtenbepflanzung. Die betroffenen Waldbauern stehen hier vor einer sehr schwierigen Entscheidung, die mit großen Unwägbarkeiten verbunden ist.

Zwischenlager im Heidfeld/Altenvalbert

Auch in Altenvalbert und Umgebung hat der Sturm tiefgreifende Spuren hinterlassen. So zeigt sich heute der Egger-Kopf wie rasiert. Noch bis Ende 2007 waren Harvester Maschinen mit dem Schneiden und Schälen von Bruchholz beschäftigt. Der vormals von hohen Fichten verdeckte Fernsehverstärker steht heute in einer baumfreien Umgebung und ist weithin sichtbar. Im Januar 2008 befinden sich an Wegen (z.B. Heidfeldweg) und Wiesen noch zahlreiche Holz – Zwischenläger.

Einem Bericht der Westfalenpost vom 01.09.2008 ist zu entnehmen, daß gut eineinhalb Jahre nach dem Orkan die Aufräumarbeiten in den nordrheinwestfälischen Wäldern weitgehend abgeschlossen sind. Es wird aber vermutlich noch ein halbes Jahr dauern, bis das noch an den Waldrändern und Wegen gelagerte Sturmholz komplett verkauft und abtransportiert ist.

Probleme gibt es bei der Wiederaufforstung. Die vom Land geforderten Misch- und Laubwälder sind in der geforderten Größenordnung nicht zu schaffen. Dazu sind nach Ansicht der Waldbauern die Fördergelder zu gering. Ein Fichtenwald ist nach deren Einschätzung auch ohne Förderung immer noch viel preiswerter als ein geförderter Mischwald. Die Waldbauern appellieren an das Land, angesichts der gestiegenen Pflanzenpreise die Förderrichtlinien zu überdenken.

Autor: Hans Wiechers

Hinweis: Weitere Bilder Zu “Kyrill” und danach befinden sich auf dieser Homepage unter “Bilder Altenvalbert”.

Stolpersteine erinnern an Nazi - Opfer

Am Mittwoch, den 30. April 2008 hat der Kölner Künstler Gunter Demnig in Altenhundem, Elspe, Altenvalbert und Grevenbrück 15 Stolpersteine verlegt.Die Steine sollen an die ermordeten Opfer der nationalsozialistischen Diktatur erinnern. Die in Altenhundem und Elspe insgesamt 13 verlegten Steine gelten den Mitgliedern der Familien Neuhaus, Winter und Neheimer, die in Konzentrationslager deportiert und dort 1942/1943 ermordet wurden. Der in Grevenbrück verlegte Stein erinnert an den dem Euthanasieprogramm zum Opfer gefallenen Günter Tigges, der in Niedermarsberg getötet wurde.

In Altenvalbert gilt der dort verlegte Stolperstein der 1929 geborenen Mathilde Köhler. Sie lebte mit ihren Eltern in einer Wohnung im „Rolandshaus“, das genau an der Stelle stand, wo sich heutzutage der Reitplatz der Fam. Düperthal befindet. Das Haus musste 1997 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist im Bürgersteig nun der Stolperstein eingelassen.

Bis zum Alter von 15 Jahren war Mathilde ganz unauffällig, erkrankte dann aber psychisch und kam immer wieder nach Warstein in die Psychiatrie wo sie aufgrund akuter
Wahnvorstellungen behandelt wurde. Zwischenzeitlich lebte sie im Elternhaus
bis sie im Alter von 18 Jahren nach Hadamar kam und dort 5 Jahre später dem
Euthanasieprogramm zum Opfer fiel. Die offizielle Todesfolge lautete: Darmerkrankung.
Aber sie wurde erwiesener Maßen durch Todesspritze getötet. Die Eltern erwirkten die Überführung ihrer Leiche nach Hause und der Vater ließ in die Kirchenbücher das Wort ERMORDET eintagen.

Stolpersteine sind etwa zehn mal zehn Zentimeter große Betonquader, die mit einer Messingplatte überzogen sind, auf denen Namen und Daten stehen.
Die Aktion wurde von Schulklassen begleitet und durch kommunalpolitische Vertreter unterstützt.